Whisky

Etwa zur Jahrtausendwende begab es sich, dass ich an einer Hotelbar im Münsterland mit Schottischem Whisky bekannt gemacht wurde. Das war seinerzeit ein Glenmorangie 10 Jahre und der schmeckte deutlich anders als alles, woran ich mich aus meiner Jugend noch erinnern kann (und was eigentlich immer mit Cola gemischt war).

Also jetzt alles neu. Man trinkt warm und ohne Eis, darf aber im Zweifelsfall mit Wasser verdünnen. Nun gut. Seither ging es eine Weile langsam und vorsichtig voran, neben dem 10er habe ich mir zunächst die verschiedenen 10+2 Fassvarianten ins Regal gestellt und gegen einander probiert. Über die Jahre entwickelte sich das Thema und neben einigen Whiskytrinkern, die im Bekanntenkreis nur entdeckt werden mussten, entwickelten sich einige andere Freunde zu neu-Whisky-Genießern.

Gemeinsamt wurden Tastings besucht und da es solche Veranstaltungen nicht wie Sand am Meer gibt, haben wir irgendwann das Thema aufgegriffen und privat weitergeführt. Zunächst sollte jeder Teilnehmer eine Flasche mitbringen und so bekam die Eventreihe ihren Namen: Bring Your Own Bottle Whisky Tasting oder kurz: #byobwt

In 2007 ergab es sich, dass ich über ein Whiskyforum meinen ersten Fassanteil erwarb. Seither schlummern in einem schottischen Warehouse 250 Liter Whisky. Von allem was nach Verkostungen, Verdunstung und Verplempern bei der Abfüllung noch übrig ist, gehört mir am Ende ein dreißigstel.

Im Sommer 2011 habe ich das Fass zum ersten Mal besucht und ein ganz klein wenig dran genippt – genauer gesagt: nicht am Fass, sondern an den jährlichen Abzügen, die die Distillery bereit hält. Die Veranstaltung rund um den Fassbesuch war so klasse, dass ich zwischenzeitlich zwischenzeitlich erneut in Schottland war, um bei einer Fassabfüllung dabei zu sein. Da bin ich nun der Verwalter des Fasses und auch wenn’s mir nicht gehört, darf ich sicherlich mal davon probieren.