Maker Faire 2014 und die Folgen…

Maker Faire LogoNach der ersten Maker Faire in Hannover im vergangenen Jahr war (trotz Sauna-ähnlicher Zustände in der Glashalle des HCC) schnell klar, dass ich mir die Neuauflage in 2014 wieder anschauen würde. In diesem Jahr mit erweitertem Programm und mindestens verdoppeltem Hallenplatz würde es bestimmt wieder ein schönes Event für Nerds, Bastler, Ingenieure und kleine wie große Kinder werden. Am Eröffnungssamstag habe ich ausgiebig alleine (also ohne Begleitung, aber schon mit ein paar Tausend anderen Gästen) meine Runden gedreht und dabei allerlei Interessantes entdeckt. Meine persönlichen Highlights waren die 360° Kamera von Jonas Ginter und die „Pappkrabben“ von Zoobotics.

Während der Würfel aus dem 3D Drucker mit sündteurer Technik (6 GoPros) „vollgestopft“ ist, bestechen die Paperbots von Daniel Kocyba durch ihre (zumindest vordergründige) Einfachheit. Aus lasergeschnittener Graupappe, für die Optik bezogen mit Papier sind je Arm zwei oder drei Servos eingebaut, mit deren Hilfe die Krabbeltiere laufen oder sich drehen können. Sehr beeindruckend!

Durch diese Exponate, aber auch durch eine ganze Reihe anderer Ausstellungsstücke ist das seit der Maker Faire 2013 bei mir vorhandene Bastelfieber wieder auf einen kritischen Wert gestiegen. Ich wollte auch etwas bewegen – oder besser gesagt: ich wollte auch etwas sich bewegen lassen! Eine Weile habe ich mir dann noch Schrittmotortreiber und Servocontroller für den RaspberryPi angesehen bis für mich entschieden war: Das sieht mit dem Arduino doch ein ganzes Stück schlanker und bequemer aus. Also auf zu amazon und einen Arduino Uno geklickt. Und weil das mit dem Klicken so schön einfach ist, habe ich mir via eBay noch eine Hand voll Kleinigkeiten aus Fernost dazubestellt, wie zum Beispiel: Drei Servos, einen Ultraschall-Entfernungssensor, einen Lagesensor, ein LC Display (16*2), eine LED Matrix und zwei Joystick-Potis. So der Deutsche Zoll will, werden diese Dinge nun eines nach dem anderen in den nächsten Wochen eintrudeln. Ich bin gespannt!

Hallo Kamera, hier Pi!

Nach dem erfolgreichen Versionscheck am Ende des letzten Artikels wird nun die Kamera via USB angeschlossen. Dann soll gphoto mal zeigen, ob es die neue Hardware am Pi erkennt.

gphoto2 --auto-detect

gphoto2 --auto-detectSiehe da, die Nikon meldet sich gleich auf Anhieb :-) Was nun? Ach so klar, ein Bild! Also flugs

gphoto2 --capture-image

gphoto2 --capture-image failHuch?!? Bisher lief alles so glatt und jetzt das? Da muss wohl mal Google bemüht werden. Resultat: Beim Anschließen wird die Speicherkarte in der Kamera von einem vorwitzigen Dienst als Datenträger erkannt. Den kann man entweder jedesmal deaktivieren „sudo killall gvfs-gphoto2-volume-monitor“ oder wie folgt dauerhaft mundtot machen:

volume monitor stoppennach einem Neustart mit „sudo reboot“ startet der nächste Versuch mit „gphoto2 –capture-image“:

gphoto2 --capture-imageUnd nun ist das erste Bild geschossen. Allerdings mit den aktuelle Kameraeinstellungen und das ist ja nicht unbedingt das Ziel. Mit

gphoto2 --get-config /...parameter.../...

lassen sich Einstellungen auslesen, mit

gphoto2 --set-config /...parameter.../...=[Wert]

können sie geschrieben werden. Beim Auslesen gibt es freundlicherweise noch ein paar Hinweise an die Hand, was die einzelnen Werte repräsentieren. Denn ISO100 setzt man nicht mit „set…=100“. Wäre ja auch zu leicht. Auslesen am Beispiel ISO:

gphoto2 get ISOSetzen eines neuen ISO Wertes mit:

gphoto2 set ISOSo weit, so gut. Leider sind die möglichen Parameter von Hersteller zu Hersteller und von Kamera zu Kamera unterschiedlich. Zum Glück kann man aber die Kamera fragen, auf was sie so hört:

gphoto2 --list-config

Heraus kommt eine lange Liste, die ich vorsorglich in einen eigenen Artikel ausgelagert habe. Bis zum nächsten Post schaue ich die mal durch und suche mir die wesentlichen Werte heraus ;-)

Näher ran!

Endlich kommen mal wieder Kälte, Trockenheit, feiner, rieselnder Schnee, ausreichend Licht und ein wenig freie Zeit zusammen. Also nichts wie raus auf den Balkon und ein wenig probiert.Erste Schneeflocke 2013

Besonders gut vorbereitet war ich (auf diesen Winter) nicht: meine Hintergrundplatten lagen im warmen Keller. Doch das schmiedeeiserne Balkongeländer war gut durchgekühlt, so dass sich die dort gelandete Flocken für einige Zeit hielten.

Mit dem Nikkor 105mm Makro komme ich näher als oben abgebildet nicht an die Flocken heran. Was tun? Nahlinsen auf einem Macro verwenden?

Zeitraffer aus dem Auto

Für den Schottland-RoadTrip habe ich mit Thomas beschlossen, die Autofahrten durch’s Land per Zeitraffer aufzunehmen. Wir haben an drei Tagen über 850km zurückgelegt und das meiste davon mittels iPhone und Zeitraffer-App „gefilmt“. Das Intervall war auf ein Bild pro Sekunde eingestellt, und obwohl in Großbritannien keine allzuhohen Geschwindigkeiten erlaubt sind, wirken die entstandenen Filme eher unruhig.

Dies liegt weniger an der Befestigung des Telefons an der Scheibe, sondern „einfach nur“ an der Bildrate, denn in einer Sekunde legt man schon ein paar Meter zurück. Die Scheibenbefestigung bestand aus einem Glif, einem kleinen Kugelkopf und einem Saugnapf, der die ganze Reise über gut gehalten hat. Das Telefon haben wir dann noch mit einem Gummiband gegen Herausfallen aus dem Glif gesichert – und schwupp, war der Aufbau fertig.Wie wir das Ganze nun zusammenschneiden bzw. in Diashows verwerten, muss sich noch zeigen, denn die entstandenen 36+ Minuten Film sind ohne weitere Bearbeitung nicht besonders Viewer-friendly.

Auf jeden Fall haben wir aber für die nächsten Verwendungen gelernt:

  • Schwierig gestaltete sich die Beurteilung, ob das Telefon wirklich in die richtige Richtung (genau nach vorn) schaut, so lange wir noch auf dem Parkplatz standen. Während der Fahrt (und damit während der Aufnahme) den Winkel anzupassen, wirkt sich auch nicht sooo günstig auf die Aufnahmen aus.
  • Bei einbrechender Dunkelheit fingen das Interieur und auch das Tomtom an, sich in der Scheibe zu spiegeln und wurden so mit aufgezeichnet.
  • Abstand halten ist nicht nur für die Sicherheit gut, sondern die Bilder/Filme wirken deutlich besser, wenn nicht die ganze Zeit hinter anderen Fahrzeugen hergefahren wird.
  • Für die Zeit der Aufnahmen war das iPhone immer „am Strom“, außerdem war der Flugmodus aktiviert und der Kalender geleert, das jedes kleine Event die Filmaufnahme abbricht und alles bis dahin geschossene verloren geht.
  • Der Aufbau aus Saugnapf und Glif war ausreichend und schön kompakt.

Einen Beispiel-Clip gibt’s via Vimeo zu sehen:

Gefahren wird im Film die folgende Strecke:

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#AppTipp: Fing

Endlich ein Netzwerkscanner für die schnelle Übersicht. Bei der Suche nach einem IP-Scanner stößt man im AppStore entweder direkt auf den „Kaufen“ Button, oder die kostenfreien Apps sind in irgendeiner Weise limitiert – zum Beispiel werden nur die ersten fünf oder zehn gefundenen Geräte angezeigt. Eher zufällig fiel mir heute Fing in die Hände, während ich auf der Suche nach einer anderen App war. Kostenfrei, Plus-App für iPad und iPhone, schnell und unkompliziert. Die App macht, was sie soll, und für das nächste Update hat der Herausgeber bereits ein paar funktionale Erweiterungen angekündigt. Möglicher Punkt für eine Verbesserung: Einmal gescannte Netze bleiben gespeichert, allerdings werden bei einem Re-Scan nicht mehr gefundene Geräte aus der Devicelist gelöscht, anstatt diese als „offline“ anzuzeigen.

Mehrere Google-Kalender auf dem iPhone oder iPad

Wenn man erstmal Googlemail via Exchange an iPhone und/oder iPad angebunden hat, dann bekommt man auch Kalender und Kontakte zur Synchronisation angeboten. Sehr praktisch das Ganze. Irgendwann kommt dann der Tag, an dem man im Google Kalender mehr als eine Instanz verwendet, die auch auf dem Telefon nützlich wäre. Zum Beispiel ein Kalender mit gemeinsamen Terminen mehrerer Personen, ein Kalender mit Veranstaltungen oder was auch immer.

Der erste Versuch, diese Kalender auf iPhone oder iPod verfügbar zu machen scheiterte bei mir kläglich, aber mit einem Trick hat es dann doch geklappt. Die Mobile Services Seite von Google http://m.google.com, die schon bei der Exchange Einrichtung nützlich war, kann auch hier weiterhelfen.

Unter http://m.google.com/sync kommt man (im deutschen Sprachraum) zunächst auf eine Seite, die vermeldet, dass die Funktion für das verwendete Endgerät nicht zur Verfügung steht. Wechselt dann aber man die Sprache, in der die Seite angezeigt werden soll (getestet mit Englisch US), so ergibt sich plötzlich ein anderes Bild. Über die Geräteauswahl kann man für jedes Device festlegen, welche Kalender synchronisiert werden sollen. Dann dauert es nur noch kurze Zeit und auf dem jeweiligen iGerät tauchen die bei Google Sync konfigurierten Kalender auf und können verwendet werden.

#AppTipp: LightTrac

Foto-Applikationen, die als Kameraersatz oder Effektfilter dienen, gibt’s mittlerweile wie Sand am Meer. Richtige Werkzeuge für Fotografen muss man im App-Store schon ein wenig suchen.
Bei der Vorbereitung meiner ersten Schottlandreise und dem Versuch, die Frage „Wann sollte man eigentlich wo sein?“ zu klären, stieß ich auf LightTrac.

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