Zeitraffer aus dem Auto

Für den Schottland-RoadTrip habe ich mit Thomas beschlossen, die Autofahrten durch’s Land per Zeitraffer aufzunehmen. Wir haben an drei Tagen über 850km zurückgelegt und das meiste davon mittels iPhone und Zeitraffer-App „gefilmt“. Das Intervall war auf ein Bild pro Sekunde eingestellt, und obwohl in Großbritannien keine allzuhohen Geschwindigkeiten erlaubt sind, wirken die entstandenen Filme eher unruhig.

Dies liegt weniger an der Befestigung des Telefons an der Scheibe, sondern „einfach nur“ an der Bildrate, denn in einer Sekunde legt man schon ein paar Meter zurück. Die Scheibenbefestigung bestand aus einem Glif, einem kleinen Kugelkopf und einem Saugnapf, der die ganze Reise über gut gehalten hat. Das Telefon haben wir dann noch mit einem Gummiband gegen Herausfallen aus dem Glif gesichert – und schwupp, war der Aufbau fertig.Wie wir das Ganze nun zusammenschneiden bzw. in Diashows verwerten, muss sich noch zeigen, denn die entstandenen 36+ Minuten Film sind ohne weitere Bearbeitung nicht besonders Viewer-friendly.

Auf jeden Fall haben wir aber für die nächsten Verwendungen gelernt:

  • Schwierig gestaltete sich die Beurteilung, ob das Telefon wirklich in die richtige Richtung (genau nach vorn) schaut, so lange wir noch auf dem Parkplatz standen. Während der Fahrt (und damit während der Aufnahme) den Winkel anzupassen, wirkt sich auch nicht sooo günstig auf die Aufnahmen aus.
  • Bei einbrechender Dunkelheit fingen das Interieur und auch das Tomtom an, sich in der Scheibe zu spiegeln und wurden so mit aufgezeichnet.
  • Abstand halten ist nicht nur für die Sicherheit gut, sondern die Bilder/Filme wirken deutlich besser, wenn nicht die ganze Zeit hinter anderen Fahrzeugen hergefahren wird.
  • Für die Zeit der Aufnahmen war das iPhone immer „am Strom“, außerdem war der Flugmodus aktiviert und der Kalender geleert, das jedes kleine Event die Filmaufnahme abbricht und alles bis dahin geschossene verloren geht.
  • Der Aufbau aus Saugnapf und Glif war ausreichend und schön kompakt.

Einen Beispiel-Clip gibt’s via Vimeo zu sehen:

Gefahren wird im Film die folgende Strecke:

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Erleuchtung?

Nach dem mir beim letzten Zeitraffer-Shooting (Video unten) mein Dauerlicht (250W Quartz-Halogenlampen) wie mit der Stoppuhr gemessen kaputtgegangen ist, wird es nun Zeit für eine energiesparende Variante.

Die durchschnittliche Lebensdauer meiner Halogenlampen ist mit 100 Stunden angegeben und schon ohne die beträchtliche Leistungsaufnahme von 250W ist das bei einem Preis von rund 15 EUR pro Stück ein teures Vergnügen. Sowohl Lebensdauer als auch Leistungsaufnahme liefern gute Argumente für die Verwendung von energiesparenden Leuchtmitteln. Aber: was reinschrauben? Die Baumarktvariante scheidet aus, da dort eher „warme“ Lichtfarben im Angebot sind.

Auch die Lichtfarbe der Halogenlampen war mit 3200K etwas zu „gelb“, mit 5500 oder mehr Kelvin soll’s deutlich weißer werden.
Die Bauform ist zu beachten, denn mit dem Startersockel tragen die Energiesparleuchten schon etwas mehr auf, als die alten Lampen. 16cm Gesamtlänge schafft man schon bei niedrigen Lichtausbeuten, zwischen Leistung und Anzahl der Wendeln und damit der Baugröße gibt’s scheinbar einen unmittelbaren Zusammenhang. Vorne aus dem Reflektor rausschauen soll die Lampe ja auch nicht…

Dann gilt es noch, die Leistungsaufnahme der Energiesparleuchte irgendwie in die Lichtausbeute der alten Halogenlampen zu übersetzen, denn weniger Licht soll’s ja auch nicht werden. Eine richtige Übersetzunghilfe gibt’s nicht, die Anbieter geben aber alle fröhlich an, welche Lichtausbeute sie in Relation zur Leistungsaufnahme einer klassischen Glühlampe sie erreichen wollen. Ende vom Lied ist, dass ich mir „zum Ausprobieren“ jetzt ersteinmal ein Paar 35 Watt Spiral-Tageslichtlampen bestellt habe, jede soll etwa so viel Licht wie eine herkömmliche 200 Watt Leuchte abgeben. Ich werde vergleichen und berichten :-)

Timelapse mit der DSLR und Lightroom

Hier nun meine allerersten Gehversuche zum Thema Zeitraffer – aufgenommen mit einer Nikon D80, keine automatisches Intervall, sondern eine gefühlte Sekunde von Aufnahme zu Aufnahme.

Das Ganze dann in Lightroom mit einem kleinen Tilt/Shift Effekt überzogen (soll ja gerade Mode sein ;-) ) und mittels LRTimelapse ein wenig Bewegung und Zoom hinzugefügt. Das Rendering hat auch Lightroom für mich übernommen, mittels Diashow-Preset mit einer Bildanzeigedauer von 1/25sec.
Im Blog von Gunter Wegner, der LRTimelapse entwickelt, finden sich weitere Details zur Geschichte seines Tools.