Erste Schritte mit dem Pi

Raspberry PiMein Raspberry Pi mit Touchdisplay ist da – nun soll es auch losgehen. Um die Einstiegshürde niedrig zu halten (einer der Gründe, der mich in Richtung Kauf geschubbst hat) gibt es ein fertiges Betriebssystem Image, das schon auf das Display angepasst ist. Nach dem Herunterladen und auspacken liegt eine .img Datei auf der Platte. Dieses Image kann allerdings nicht wie bei einer virtuellen Maschine auf die Speicherkarte kopiert und gemounted werden. Vielmehr muss das enthaltene Datenträger Abbild mit einem geeigneten Tool auf die Speicherkarte geschrieben werden.

Ist das erledigt, kann die Speicherkarte in den Raspberry Pi eingesteckt werden und dann steht dem ersten Start nichts mehr im Wege. Ist ein Netzwerkkabel gesteckt, zieht sich der Rechnung via DHCP eine Adresse und zeigt diese freundlicherweise vor dem Login an. Im vorgefertigten Image sind noch ein paar Nettigkeiten konfiguriert, die man sonst von Hand erledigen müsste: Zum Beispiel das Filesystem auf die komplette SD-Kartengröße auszuweiten oder SSH direkt beim Booten mitzustarten.

Obwohl das Image gut ausgestattet ist, empfiehlt sich nach dem ersten Start eine Systemaktualisierung:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Mit „startx“ wird die grafische Oberfläche geladen. Das kleine Display ist schon beeindruckend, aber eben auch klein. Solange man nicht speziell dafür angepasste Software startet, ist das Ganze noch ein wenig anstrengend einzurichten. Über das Netz kann man via Terminal unmittelbar auf den Pi zugreifen, für die grafische Oberfläche muss man noch ein entsprechendes Tool installieren. Meine Wahl fiel auf TightVNC, das gibt’s für alle möglichen Systeme.

sudo apt-get install tightvncserver
tightvncserver

Zeile 1 sorgt für den Download und die Installation, Zeile 2 startet den Dienst – allerdings nur bis zum nächsten Reboot. Da muss also noch ein wenig nachgebessert werden, denn jedesmal am Gerät die Remote Console zu starten um es anschließend aus der Ferne bedienen zu können, ist doch ein wenig sinnfrei.

Also mit dem Texteditor „nano“ ein Script geschrieben und anschließend entsprechend verdrahtet:

sudo nano /etc/init.d/tightvncserver

TightVNC Script

Speichern, berechtigen und Neustart. Ab sofort läuft der Tightvnc-Dienst ab dem Systemstart.

sudo chmod 755 /etc/init.d/tightvncserver
sudo update-rc.d tightvncserver defaults
sudo reboot

Damit kommen kommen wir zum Ende der ersten Basteltages :)

sudo shutdown -h 0

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