Der Strandbeest Bausatz

Hier (also eigentlich weiter unten in diesem Artikel) sind sie, die Dateien um die Bauteile für meine Strandbeest Adaption auszuschneiden. Die Dateien stehen unter der Creative Commons Lizenz CC-BY-NC-SA – sinngemäß: Die Dateien sind nicht-kommerziell frei verwendbar. Änderungen und Weiterentwicklungen am Bausatz sind erwünscht. Die Resultate müssen – wenn veröffentlicht – ebenfalls nicht-kommerziell nutzbar sein.Strandbeest V1.5 - Teil 1 (release)

In der deutschen Ausgabe des Make Magazins, Heft 1/2016 gibt es auf acht Seiten die Anleitung für den Zusammenbau. Auf der Stückliste im Heft steht, dass zwei MDF Zuschnitte 30cm*38cm, 3mm Stärke benötigt werden. Im Prinzip reichen die Abmessungen, aber da ich nach wie vor am Strandbeest-Bausatz entwickele, sind seit der Einreichung meines Artikels noch mal ein paar Teile hinzugekommen. Es handelt sich um Verstärkungen, die auf die Trägerplatten für die Beinpaare geklebt werden können. Die Teile sind optional, sie haben sich aber als sinnvoll erwiesen. Daher: Besser zwei Zuschnitte 41cm*30cm kaufen! Die neuen Teile sind in beiden Zeichnungen am rechten Rand hinzugefügt, so dass man auch mit 38cm auskommt, wenn man sie nicht mit ausschneidet.

Thema Sperrholz: Sperrholz empfehle ich ausdrücklich nicht! Sperrholz verbiegt und verzieht sich gerne mal etwas und ist manchmal nicht vollständig gefüllt. Da die Funktion des Modells davon abhängt, dass die Bauteile gut voreinander laufen, muss alles möglichst plan bzw. gerade sein. Also MDF kaufen und auch dabei darauf achten, das alles schön gerade ist.

Strandbeest V1.5 - Teil 2 (release)Bei den folgenden Links handelt es sich um Archive, die die Dateien als PDF, SVG und RLD Versionen beinhalten. In allen Fällen kann es sein ist es wahrscheinlich, dass die Dateien auf den zu verwendenden Lasercutter angepasst werden müssen. Je nach Gerät werden Linienbreiten oder Linienfarben unterschiedlich als Schnittlinien oder Gravurflächen interpretiert.

Wer einen Lasercutter sein Eigen nennt, weiß höchstwahrscheinlich, wovon hier die Rede ist. Alle Anderen sind gut beraten, im Makerspace oder FabLab ihres Vertrauens nach den besonderen Eigenschaften bzw. Eigenheiten des dort vorhandenen Gerätes zu fragen und die Dateien dann zuhause passend vorzubereiten. Sitzt man im FabLab erstmal vor dem Laser, ist die gebuchte Zeit oft schneller um, als einem lieb ist.

Tipp für Erst-Laser: Im Makerspace oder FabLab gibt es i. d. R. Geräteeinweisungen, die vor der Benutzung obligatorisch sind. Die habe ich damals auch belegt und mir in diesem Rahmen Musterdateien in verschiedenen Formaten mitgeben lassen. Damit konnte ich dann zuhause schauen, mit welchen Files sowohl ich, als auch das FabLab umgehen können.

Hier die Dateien:

cc-by-nc-saStrandbeest V1.5 PDF
Strandbeest V1.5 SVG
Strandbeest V1.5 RLD
Namensnennung bei Verwendung im Rahmen der Lizenz: Joachim Haas, BlaueStun.de

Die RLD Dateien sind für die beliebten „China Laser“ und die dazugehörige Software RDWorks in der Version 8.01.12 vorbereitet. Aber auch hier kann nicht gleich losgelegt werden. Mindestens die Zuordnung der verwendeten Ebenen zu Schnitt bzw. Gravur und die zugehörigen Schnittgeschwindigkeiten sind noch einzustellen.

Und wo sind die DXF Files? Tja, die liegen noch nicht in brauchbarer Form vor. Die Exporte, die ich bisher gemacht habe, sind alle unterschiedlich unvollständig. Mal fehlt hier etwas, mal fehlen da ein paar Teile. Aber ich habe Hilfe diesbezüglich angeboten bekommen und ich arbeite daran ;-)

14 Gedanken zu „Der Strandbeest Bausatz

  1. Tolles Projekt! Mein RDWorks 8.01.16 sagt bei den RLD Dateien: „File format error!Please check file version“. Konnte die schon jemand erfolgreich öffnen?

    • Das o.g. 8.01.12 konnte ich nicht finden, aber mit Version 8.01.11 geht es. RDWorks scheint da etwas empfindlich zu sein, mit welcher Version die RLDs erzeugt werden.

  2. Echt ein cooler Krabbler, danke fürs Hochladen und Teilen! gibt es denn schon Neuigkeiten zu den DXF-Files? Mal sehen, ob ich so einen nicht auch aus Alu bauen kann. Klink Klonk.

  3. Ich habe ganz laienhaft mal einen Konvertierungsversuch mit https://cloudconvert.com/ vorgenommen, um eine .DXF-Datei zu erstellen. Die Kreise sind jetzt leider Vielecke, aber zumindest sind alle Teile entahlten. Der Maßstab ist höchstwahrscheinlich 1:25, aber als absoluter Laie will ich mich darauf nicht versteifen. Eine Verzerrung scheint aber ausschließbar zu sein.

    https://www.dropbox.com/s/a4xz1cqbyhyaa3e/Strandbeest-V1.5-DXF.zip?dl=0

  4. Bei MG996R Servos (bei anderen wahrscheinlich auch), kann man alternativ auch die M3-Bohrung am Servo auf M4 erweitern und die M4-Gewindestange direkt einschrauben. Plus Kontermutter. Dann spart man sich den Übergang mit den Holzscheiben und Servohörnern. Funktioniert bis jetzt gut, es bleibt allerdings nicht viel Material stehen. Man braucht natürlich einen M4-Gewindeschneider zusätzlich.

    Mit kleinen Flanschkugellagern kann man die Lagerung der M4-Gewindestange noch etwas verbessern.

    Vielen Dank für die tolle Idee und die Umsetzung. Allerdings ist jetzt bei mir die Lust an größeren „Multipoden“ geweckt. Wenn nur der Phantomx nicht so teuer wäre. Seufz.

    • Guter Vorschlag! Wahlweise könnte man auch die Welle auf eine M3 Gewindestange reduzieren, und entsprechend kleinere Einschlagmuttern verwenden. Die Löcher in den kleinen Zahnrädern müssten dann noch auf den Durchmesser der M3 Einschlagmuttern angepasst werden und die Beinträger und Verstärkungen von 4,x auf 3,xmm.

      Thema Hexapod: Wie man’s nicht macht, kannst Du auch hier im Blog nachlesen ;-) Bei Zeiten werde ich das Projekt wiederbeleben und entweder eine machbare Leichtbauvariante finden oder ein Vermögen für diese Dynamixel Servos ausgeben… Der Phantomx ist schon klasse…

      Viele Grüße
      Joachim

  5. Genau. Über die M3-Variante hatten wir auch nachgedacht, aber dann verworfen, weil wir schon alles zusammengebaut hatten. Vielleicht ist M3 auch besser, weil die Welle flexibler ist.

    Die Frage ist, wie man die beiden Seiten mechanisch ähnlicher kriegt. Der Geradeauslauf ist zumindest bei mir stark geschwindigkeitsabhängig. Man kann natürlich versuchen das im Mischer oder manuell auszugleichen.

    Deine Konstruktion hatte den Vorteil die Welle nicht so starr anzukoppeln. Aber das kann man auch durch eine weichere Servobefestigung erreichen. Aber wahrscheinlich muß man entweder die Gesamtkonstruktion weicher machen, oder härter und exakter. Ich bin selber mehr Amateur in sowas.

    Ach ja, Dynamixel ….

    • Ich habe noch eine kleines Versionsupdate in der Schublade, für das ich in den nächsten Tagen (jedenfalls vor der Maker Faire) einen Blogartikel schreiben muss. Vielleicht ist das auch was für Dich. Stay tuned :)

      Zum Thema Servo: stehen beide Servos still, wenn Du den Steuerknüppel in Nullstellung/Mitte hast? Oder ist vielleicht von einem von beiden etwas zuhören oder gar Bewegung zu sehen?Dann wäre da erstmal ein Ansatzpunkt in der Software die Pulsbreite für Stillstand anzupassen und nachfolgend das Mapping zu ändern.

  6. Hab keinen Zugang zu einem Laser-Cutter. Als fertigen Bausatz hab ich das Projekt auch nicht gefunden. Gibt es einen Maker / Maker Spacer, der mir die Holzbauteile zu einem fairen Preis cutten kann?

  7. Hallo, ich habe das gleiche „Problem“ wie Roger, ich hab auch keinen Zugang zu einem Lasercutter. Ich würde den Krabbler gerne mit meinen Kindern bauen. Die haben den in der Maker Zeitschrift gesehen und hätten total Lust auf’s bauen. Wenn jemand die Teile cutten könnte hätte ich auch Interesse. Natürlich gegen Bezahlung.

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