Die Flipdot Platinen sind da!

IMG_3474Mit Spannung erwartet, nun sind sie da. Die ersten „selbst gemachten“ Platinen seit fast dreißig Jahren! Wobei das mit dem „selbst gemacht“ so eine Sache ist. Geliefert aus China, das Layout erzeugt von Urs aus der Arduino Hannover Gruppe, bestellt von Luca. Aber zumindest das zugrunde liegende Schaltbild ist von mir :-)
IMG_3475Zunächst werden aus der einen Platine zwei: Mit der Sollbruchstelle in der Mitte lassen sich Controller und Flipdotträger von einander trennen. Der Controller wird mit 8 Kondensatoren 100nF und zwei Elkos 100uF bestückt und bekommt außerdem zwei 74238 Adressdecoder, sechs L293D Motortreiber und einen Arduino Nano. Wer es modular mag, bestückt außerdem noch eine 20 polige Buchsenleiste, in die die Flipdot Platine eingesteckt wird.
IMG_3477Auf der Flipdot Platine werden dann noch 35 SMD Doppeldioden eingelötet, bevor die fünf Flipdot-Riegel (7*1) eingebaut werden. Mit einer Stiftleiste versehen können die beiden Module dann aufeinander gesteckt werden. Vier Lötpads sind vorhanden, um dem Modul seine Adresse auf dem I2C Bus vorzugeben. 16 Module lassen sich in der aktuellen Version anreihen. Nach dem Power On zeigt jedes Modul kurz seine Nummer und lauscht dann auf dem Bus.IMG_3482

Ach: und einen Jumper gibt es auf der Rückseite auch noch, mit dem lässt sich der Selbstest bzw. Demomodus aktivieren. So sieht das Modul dann aus:

 

Der 5*7 Flipdot Controller auf dem Weg zur Platine

Mein Flipdot-Controller war zunächst ja nur für meine bereits fertigen 5×7 Module gedacht. Dann kam Urs, unser Platinendesigner und erzeugte das folgende Platinenpaar, das neben dem Controller eine Trägerplatine für fünf 1×7 Flipdotstreifen mitbringt. Damit wird das Set „massentauglich“, denn ein paar von den 1×7 Streifen haben wir ja noch auf Lager.

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So sieht das ganze in der Theorie aus. Eine erste Charge ist bestellt und soll demnächst ihren Weg von China nach Deutschland finden. Ich werde berichten :)
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Die in der Abbildung horizontal angesetzte Buchsenleiste kommt da natürlich senkrecht rein, damit der Controller auch komplett hinter der Flipdot-Trägerplatine verschwindet.

5*7 Treiberplatine an gestoppten Flipdots

Nach dem die Treiberschaltung so weit funktioniert, habe ich sie mal vom 5*7 Modul abgeklemmt und fliegend mit einem entsprechenden Bereich auf einer 19*21 Matrix verdrahtet. Auf der großen Matrix sind die Dots gestoppt – d. h. das auffällige Nachschwingen fällt weg. Mit diesem Aufbau kann ich nun weiter am Timing basteln, wobei die Änderungszyklen schon ganz flott gehen.

 

5*7 Flipdot Matrix als I2C Client

Aus Mirow habe ich auch sechs „fertige“ Flipdot Module mit fünf mal sieben Dots. Die Dioden sind auch schon drauf. Auf einer zwanzigpoligen Buchse sind die fünf Spaltenleitungen und je sieben Set- und Resetleitungen herausgeführt.

Zum Ausprobieren habe ich ein Treiberboard mit L293D und zwei Adressdecodern gebastelt. Von oben (rechtes Bild) sieht die Schaltung recht zivil aus. Links ist die Unterseite abgebildet – die Spannungen und GND sind mit Silberdraht auf den Lötpunkten verlegt, der Rest ist fliegend verdrahtet.

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IMG_3186Mit vier DIP Schaltern lässt sich die Modulnummer einstellen (von 0-15), der fünfte kann das Modul in einen Selbsttest Modus schicken, falls man kein I2C Master vorhanden ist. Damit wäre auch schon etwas zur Ansteuerung gesagt: Der Treiber ist mit einem Arduino Nano als I2C Client ausgestattet.

Zunächst mal eine kleine Funktionsprüfung (oben), danach der Versuch, wie weit man mit dem Timing so gehen kann (unten). Abschließend beurteilen kann man das Verhalten aufgrund der auf den Modulen verwendeten ungestoppten Dots nicht, aber das untere Video zeigt schon einen gewissen Fortschritt :-)

Nun noch der Test mit einem weiteren Arduino Nano als I2C Master und einem passenden Text:

Noritake 5*7 VFD Matrix

Einer der Schätze, der mir auf der Einkaufstour in MV in die Händer fiel, waren VFD Displays der Firma Noritake itron mit der Typenbezeichnung DM5X7A. Danach kann man im Netz eine Weile suchen, so richtig fündig wird man aber nicht. Die Leitungsverlegung kann man auf der Rückseite des Displays direkt erkennen – da ist kein Datenblatt von Nöten.

Noritake DM5X7A

Anders sieht es bei den Spannungen für Heitzung, Gitter und Anode aus. Vorsichtig herangetastet habe ich mich an die folgenden Werte – die sind für den statischen Betrieb und zum Ausprobieren durchaus OK:

  • Heizung: 2V,
  • Gitterspannung: 8V
  • Anodenspannung: 8V

Damit ergibt sich das folgende Bild:

Später habe ich dann die Werte schrittweise angehoben. Damit sieht die Anzeige immer noch „ganz gesund“ aus:

  • Heizung: 3V,
  • Gitterspannung: 12V
  • Anodenspannung: 12V

Shopping!

Manchmal fallen einem ja Dinge vor die Füße, zu denen man einfach nicht nein sagen kann. So ging es mir neulich irgendwo in den Weiten von Mecklenburg-Vorpommern. Jemand aus der Arduino Hannover Gruppe hatte einen Forumsbeitrag aufgetan, der unglaubliches verhieß: Ein Lager voll mit Flipdots, Bauteilen und VF Displays und alles musste raus. Große Mengen, kleine Preise.

Was soll ich sagen: Es stimmte Wort für Wort. Und so verfüge ich jetzt über einen kleinen Vorrat an Flipdots – teils auf fertigen Displays, teils als 7*1 Riegel zum selber löten. Ein paar VFDs sind auch noch abgefallen und liegen hier als Versuchsobjekte bereits auf meinem Basteltisch. Die Richtung für kommende Projekte ist jedenfalls vorgegeben ;-)

VFDAuswahlIMG_2947

Strandbeest Inspektion

IMG_2951Im c’t uplink 10.6 war es ja schon zu sehen: Das Strandbeest der Make Redaktion war auf einer Seite lahm :-( Heute stand der Servicetermin auf dem Kalender. Im Vorfeld hatte ich mir ausgemalt, was mögliche Fehler sein könnten, denn auch mir sind schon ein oder zwei Sachen am Strandbeest kaputtgegangen. Also die Werkzeugkiste gepackt und ab zum Heise Verlag.

IMG_2953Was soll ich sagen: Erstens: Man lernt nie aus. Zweitens: Dieses Mal steckt wohl kein Konstruktionsfehler meinerseits dahinter – puh!

Hier hat sich die Servowelle aus dem Zahnrad verabschiedet, in das sie normalerweise eingepresst ist. Diesen Fehler fand ich doch eher überraschend. Einerseits ist mir das Fehlerbild noch nie untergekommen und andererseits ist eigentlich auf der Welle gar kein Zug, der entlang der Welle auf das Servo wirkt.

IMG_2957Wie dem auch sei – ich hatte ein Ersatzteil parat. Und weil das Strandbeest für die Reparatur ohnehin fast vollständig zerlegt werden musste, hat Peter König von der Make auch gleich noch das Update auf Version 1.5 eingeklebt. Nach kaum einer Stunde :) war das Strandbeest dann wieder auf den Beinen. Als nächstes gibt es noch ein wenig Nachhilfe in Sachen Elektronik.

Bei jedem Teil, das kaputtgeht, stelle ich mir die Frage, wie man an der betreffenden Stelle besser konstruieren kann oder ob generell ein anderer Aufbau sinnvoll wäre. Hier fällt mir das ein wenig schwer, denn in der Richtung (entlang der Welle) treten eigentlich kaum Kräfte auf. Dennoch: Wer mag erweitert seine Einkaufsliste um zwei Unterlegscheiben und zwei weitere Muttern M4. Damit kann der Zwischenraum zwischen Servoscheibe und der ersten Trägerplatte aufgefüllt werden. Eventuelle Zugkräfte auf der Welle werden dann von der ersten Trägerplatte gestützt.